Visurgia

Carpe Diem

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"Wir treffen uns auf dem Haus"; dieser so nebenbei gesagte Spruch meines lb. Bb Michael Menzler erreichte mich das erste Mal in der Mensa an meinem zweiten Studientag. Ich sollte ihn aber noch häufig hören und fast so häufig selbst benutzen.

Aber all dies noch nicht wissen, löste diese Bemerkung Befremden in mir aus, ich hatte bizarre Bilder im Kopf von einem suizitären Beisammensein auf dem Dachfirst des Hauses. Oder war es nur eine  süddeutsche Sprachungenauigkeit, die mir als Hamburger fremd war...

Mit meinem Leben im oder auf dem Haus kam nicht nur ein tiefer Einblick in süddeutsche Sprachgewohnheiten sondern eine Verselbstständigung der Floskel- fragte ich zum Anfang noch" Warum sagt ihr eigentlich auf und nicht im?" wurde mir pauschal geantwortet " man sagt das halt!" Sehr befriedigende Antwort..........

die ich zu meiner eigenen Schande auch schon öfters so benutzt habe.

Nun aber zum Leben auf dem Haus aus meiner Sicht. In den letzten 2,5 jahren ist die Exotic des Lebens in der Dammanstrasse 4 zur Normalität geworden. Ich muss mich schon sehr anstrengen, die Besonderheiten überhaupt noch zu registrieren, mittlerweile ist es gewöhnlich und normal, dass ich in einem Haus wohne, in dem täglich mehr Leute ein und ausgehen als in einem Kleinstadtbahnhof.

Ein Haus, auf das sich im Sommer zwischen Juli und September eine Grabesstille senkt. Ein Haus in dem die Mehrzehl der Leute Ordnung als untypisch oder sogar als unangenehm empfinden. Das Chaos in diesem Haus würde einem Astrophysiker einen recht guten Eindruck über den Zustand eines soeben erfolgten Urknalls geben. Aber das wohl bemerkenswerte aus meiner Sicht ist, dass dieses Chaos statisch ist- es bleibt, aber es stört nicht.

Der momentane Zustand ist wohl genausowenig repräsentativ für das Haus wie Eisberge in der Hölle. Aber man fühlt sich wohl, was nicht nur für Visurgen gilt sondern auch für Freunde und Bekannte. Wenn man Kurven der "Hausbesuche" über den Tag verteilt erstellen würde, würde sich ein Peak zwischen 12.30 Uhr bis 14 Uhr ergeben und ein weiteres meist kleineres am frühen Abend. Die erste beschreibt den Zwischenstopp der Zugvögel auf dem Rückweg von der Mensa vor dem Weiterflug zur Uni bzw. Tiho. Man trifft sich, um noch schnell oder eben nicht ganz so schnell einen Kaffee zu trinken, kann sich entspannen und etwas MTV schauen. Noch voll von dem meist mehr als mäßigen Mensaessen kann man allgemein auch nicht viel tun und so wird die Rastmöglichkeit des Hauses gern genutzt. Die allabendliche Erhöhung der Besatzdichte des Hauses ist auf Besuche, aber auch darauf zurückzuführen, dass alle Hausbewohner endlich wieder da sind.

Man sitzt dann zusammen in der Küche, Clubraum oder Keller, je nachdem ob wir essen, fernsehen, etwas spielen, diskutieren oder auch ein oder zwei Bier in der Bar trinken. All diese Veranstaltungen auf dem Haus finden meist regen Zuspruch und haben gute Kriterien. Sie sind allgemein um so besser, je spontaner sie geplant werden. Meist auch ist es Ausgangs- und Treffpunkt für diverse außerhäusigen Veranstaltungen. Man trifft sich halt auf dem Haus, wenn man ins Kino, die Altstadt oder Disco gehen will.

Ich glaube nicht zu übertreiben, dass das Haus ein Fixstern in unserem Studienuniversums ist.

Nun noch zum Ökosystem Haus. Die 2 Humanmediziner, die wir ansiedeln wollten, sind abgewandert, so dass zur Zeit auf dem Haus 3,5 Vets und ein Sonderschulpädagoge wohnen. Der halbe Vet ergibt sich daraus, dass Heinrich offiziell gegenüber auf einer Garage wohnt, letztendlich aber doch die meiste Zeit auf dem Haus verbringt. So leben wir häufig- durch kurzfristige und -weilige Mitbewohner bereichert- in einer Harmonie, von der viele Wohngemeinschaften nur träumen können.

Bestechend ist unser Glanzstück in der Dammanstrasse natürlich besonders durch seine vorteilhafte räumliche Lage: zur Mensa ist es nur ein Steinwurf und zur Tiho( alter Campus) kommt man immer noch c.t. wenn man mal bis voll schläft, weil es bei Visurgia wie so häufig abends mal etwas später wurde.

Nun hatte ich eigentlich gedacht auch kurz noch negative Kritik am Haus vorzubringen, was mir recht schwer fällt. Wohl habe ich mich schon an selbiges gewöhnt, dass ich es nicht mehr merke, auch gibt es nicht viel zu monieren.

Also will ich endlich Schluss machen mit einem " Wir treffen uns auf dem Haus", was besonders für unsere geschätzten AHAH gelten sollte.

Oliver
1985
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Es wohnen 6 Studentinnen der Tiermedizin auf´m Haus. Zwei im 2. Semester, drei im 4. Semester und eine im 8. Semester.
Peter
Frühjahr 2010
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Momentan wohnen 3 Studentinnen und 3 Studenten der Tiermedizin auf´m Haus. Eine im 3. Semester und 5 im 1. Semester.
Patric
Herbst 2010
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Es wohnen 3 Studentinnen und 3 Studenten der Tiermedizin auf´m Haus. Eine im 4. Semester und 5 im 2. Semester.
Peter
Sommer 2011

Es wohnen 2 Studentinnen und 4 Studenten der Tiermedizin auf´m Haus. 5 Studenten im 3. Semester und einer im 1. Semester.
Peter
Herbst 2011
 

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